15. Januar 2016
ROBERT HALVER IN DEN MEDIEN
Am 16. Januar 2016 findet der Börsentag Dresden im Maritim Congress Center Dresden statt. Ich lade Sie herzlich dazu ein, an verschiedenen Vorträgen und Expertenrunden mit mir teilzunehmen. Alle Infos, wie Programm und Anfahrt finden Sie hier.

Der wöchentliche Kapitalmarkt-Ausblick von Robert Halver - jetzt als Video-Kolumne auf maxblue.de.
DER MARKT UNTER DER LUPE
GRAFIK DER WOCHE
Früher hatte man Angst vor steigenden, heute vor fallenden Preisen
Wird der US-Dollar zur Lei(d)twährung für die Emerging Markets?
Bei der US-Leitzinswende geht es um das Ausmaß
Euro-Sklerose - Das unterschätzte Risiko 2016?
Aktuelle Marktlage und Anlegerstimmung - Ein Quantum Trost
Charttechnik DAX und Euro Stoxx 50 - Die Lage bleibt angespannt
Wochenausblick für die KW 3 - Konjunkturstabilisierung in China voraus?
HALVERS WOCHE
VOLKSWIRTSCHAFTLICHE PROGNOSEN AUF EINEN BLICK
KAPITALMARKT AUF EINEN BLICK
WEITERE NEWSLETTER DER BAADER BANK
DER MARKT UNTER DER LUPE
Chinas Angst, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt
Die Aktienverluste in Shanghai lenken den Fokus auf die neue chinesische Sachlichkeit. Dass China jedoch längst in der konjunkturellen Nüchternheit der Industrieländer angekommen ist, ist nichts Neues. Neu ist auch nicht, dass sich China bei den Abwehrreaktionen aus dem westlichen Instrumentenkasten bedient: Das „Plunge Protection Team“ der USA heißt in China „National Team“. Dieses soll die Stimmung am Aktienmarkt stützen, um nicht zu viele schlafende Hunde zu wecken. Grundsätzlich darf man den Leitindex Shanghai Composite zwar nicht als konjunkturelles Abbild - wie in den USA oder Deutschland - betrachten. Dieser Markt ist eher mit dem Neuen Markt zu vergleichen, während die Wirtschaft bereits gereift ist. Doch weiß Peking, dass platzende Finanzmarkt-Blasen - siehe USA - psychologische Folgeschäden bei Unternehmen und Konsumenten nach sich ziehen können. Die planwirtschaftlichen Markteingriffe müssen zunächst die Aktienstimmung und später einen nachhaltigen, wenn auch weniger dynamischen Konjunkturtrend fördern.


Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse, Baader Bank
GRAFIK DER WOCHE
Kursverlauf Neuer Markt und Shanghai Stock Exchange Composite Aktienindex
Grafik: Kursverlauf Neuer Markt und Shanghai Stock Exchange Composite Aktienindex






Verrückte Ölwelt
Früher hatte man Angst vor steigenden, heute vor fallenden Preisen
Eine verhaltene weltwirtschaftliche Nachfrage, die Rückkehr des Iran an die Energiemärkte, Saudi-Arabiens Versuch, über höchste Förderquoten jede Konkurrenz fernzuhalten und überhaupt die insgesamt völlig undisziplinierte Förderpolitik der OPEC lasten dramatisch auf dem Ölpreis. Das Öl-Kartell macht den Fehler, den Ölpreisnachteil durch Mengenerhöhungsvorteile kompensieren zu wollen. Die Folge ist ein Teufelskreis aus Überangebot, Preisrutsch und noch höherem Angebot. Schon machen Prognosen von 10 US-Dollar pro Barrel Brent-Öl die Runde, die sich ebenso in deutlich abwärts gerichteten Netto-Long-Positionen am Rohöl-Terminmarkt äußern. Abhilfe schaffen können nur eine sich im Jahresverlauf stabilisierende Weltkonjunktur, Angebotsrückgänge und eine zahme Zinserhöhungspolitik der Fed. Denn ein zinsbedingt starker Dollar drückt die Rohstoffpreise. Gewaltige Preissteigerungen verhindert jedoch die ansonsten wieder attraktive Förderalternative „Fracking“.
Grafik: Spekulative Netto-Long Positionen am Rohstoff-Terminmarkt und Ölpreis Brent




Frau Yellen tut den Schwellenländern kein Leid an
Wird der US-Dollar zur Lei(d)twährung für die Emerging Markets?
Die EZB betreibt mit ihrer lockeren Geldpolitik insgeheim auch eine exportfreundliche Euro-Abwertung. In Kombination mit der Leitzinserhöhungsdiskussion in den USA kann der Euro bis Jahresende auf etwa 1,03 fallen. Die Bank of Japan schaut sicher nicht zu, wie die Eurozone Japans Industrie Boden im Welthandel wegnimmt und wird ebenfalls auf die konsequente Schwächung des zuletzt zulegenden Yen zur Stützung der Exportindustrie setzen. Mittlerweile ist auch China zur außenwirtschaftlichen Stimulierung auf den Abwertungszug aufgesprungen. Und selbst Amerika spürt die Dollar-Stärke schmerzhaft in den Auftragsbüchern seiner Exportindustrie. Da sich das Märchen von der ach so robust laufenden US-Konjunktur bald als übertrieben erweisen wird, spricht wenig für eine scharfe US-Leitzinswende. Dies wäre auch eine frohe Botschaft für Schwellenländer, denen aufgrund ihrer hohen US-Dollar-Verschuldung eine noch härtere Weltleitwährung noch mehr Kummer bereitete.
Grafik: Wertentwicklung der wichtigsten Währungen, handelsgewichtet, seit Anfang 2015, indexiert


Zinspolitische Verbalerotik
Bei der US-Leitzinswende geht es um das Ausmaß
Apropos US-Leitzinswende, für die Marktpsychologie an den internationalen Finanzmärkten ist sie von großer Bedeutung. Frau Yellen hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie auch über den nationalen Tellerrand der USA hinwegsieht, ja hinwegsehen muss. Nach vollzogener Zinswende wird sie mit Blick auf die Schwellenländer, den Ölpreis und natürlich die angeschlagene Aktienstimmung, die im Extremfall auch konjunkturellen Tribut fordern würde, ihre verbale Dauerberuhigung zukünftig homöopathischer Zinserhöhungen fortsetzen. Ein Zinserhöhungsschock in den USA ist das Letzte, was die Finanzwelt jetzt braucht. Ansonsten würde sich das Schadenspotential eines massiven Zinserhöhungsschocks wie zwischen 2004 und 2006 erneut entfalten, als zunächst die umfangreichen Wertpapierkredite, danach die Aktien- und schließlich die realwirtschaftlichen Märkte einbrachen. Darüber hinaus dürften US-Aktien in der zweiten Jahreshälfte 2016 die Konjunkturversprechen im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl zugutekommen.



Europa als Stück Parmesan in der Käsereibe der Globalisierung?

Euro-Sklerose - Das unterschätzte Risiko 2016?
Das Gemeinschafts- und Stabilitätswerk der EU ist erschüttert. Europa fällt nicht durch koordinierte Lösungsversuche in puncto Flüchtlingskrise oder durch eine EU-weite Reformpolitik zur Wirtschaftsstärkung auf, sondern durch nationale Alleingänge und Instabilität. Gemeinsam ist nur noch das Bestreben, möglichst viel aus den EU-Geldtöpfen zu holen. Ein Austritt der Briten aus der EU - sog. Brexit - wäre viel Wasser auf die sich bereits drehenden Mühlen der nationalen Rückbesinnung. Es könnte der Anfang von systemischen Zersetzungserscheinungen in der EU - die Euro-Sklerose - sein. Und würde dieses marktwirtschaftlich denkende Land der EU den Rücken kehren, könnte immer stärker Staatswirtschaft zur Wirtschaftsdoktrin Europas werden. Schon heute kann die Eurozone ohne Schulden kaum mehr wachsen. Über nachhaltige Reformschwäche ist der Investitionsstandort Europa wenig wettbewerbsfähig. Europa braucht dringend einen neuen Corpsgeist, um langfristig nicht als Stück Parmesan in der Käsereibe der Globalisierung zu enden.
Grafik: Bruttostaatsverschuldung und Bruttoinlandsprodukt, indexiert auf 1995







Aktuelle Marktlage und Anlegerstimmung - Ein Quantum Trost
Die wirtschaftlichen Anpassungsprobleme Chinas, der Kaufkraftverlust der Rohstoffländer oder weltweite Kredit- und Anlageblasen haben einen dramatischen Jahresfehlstart an den Aktienmärkten losgetreten. Stimmungsseitig werden mittlerweile auch in Deutschland und in der Eurozone die Konjunkturerwartungen verhaltener eingeschätzt. Immerhin halten sie sich jedoch noch in positivem Terrain.
Grafik: Sentix Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate

Finanzwirtschaftliche Wogenglättung durch die Geldpolitik bleibt das A und O



Insgesamt ist die Stimmung vielleicht so schlecht wie 2008. Und so mancher Crash-Prophet sieht jetzt seine Chance gekommen, auf die er lange Jahre vergebens gewartet hat. Und wie sollen (Geld-)Politiker jetzt darauf reagieren? Ließen sie das Platzen der Blasen zu, hätten sie angesichts bereits bei null stehender Leitzinsen keine Möglichkeiten der wirksamen Gegensteuerung mehr. Den Luxus einer früheren, normalen Notenbankpolitik hält unser Finanzsystem nicht mehr aus. Geldpolitik muss weiterhin eine künstliche Stabilität, eine stabile Seitenlage, schaffen. Haben sich darüber die finanzwirtschaftlichen Wogen geglättet, wird der Blick auf die fundamentalen Dinge wieder freigelegt.

In diesem Zusammenhang darf man auf die nächsten ifo Geschäftsdaten des deutschen Verarbeitenden Gewerbes gespannt sein, die am 25. Januar veröffentlicht werden. Sie basieren auf der Befragung mittelständischer Unternehmen und fallen im Gegensatz zur Befragung von Sentix deutlich weniger volatil aus. Die Wirtschaftsmanager vor Ort können wohl am besten die konjunkturelle Lage und Geschäftserwartungen einschätzen. Grundsätzlich koppelt sich die deutsche Wirtschaft seit 2015 zunehmend von Chinas trüber Konjunkturstimmung ab. Dies liegt auch am konjunkturellen Nachholpotenzial Eurolands. Insbesondere der grundsätzlich schwache Euro sorgt im internationalen Vergleich weiterhin für stabile Umsatz- und Gewinnperspektiven.
Grafik: Chinas offizieller Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe und ifo Geschäftserwartungen
So abklingende weltkonjunkturelle Wachstumsängste sorgen im Jahresverlauf zusammen mit günstigen Rohstoffpreisen insbesondere für Potenzial bei konjunktursensitiven und exportorientierten Aktien aus DAX, MDAX und SDAX.

Und das renditeschwache Zinsvermögen dient als eine Art Versicherung für Aktien und verleiht ausschüttungsstarken Dividendentiteln eine alternative Ersatzbefriedigung.
Grafik: Renditen bei deutschen Staats- und Unternehmensanleihen in der Eurozone und Dividendenrendite DAX



Charttechnik DAX und Euro Stoxx 50 - Die Lage bleibt angespannt
Charttechnisch liegt im DAX die nächste nennenswerte Haltelinie am Vorjahrestief bei 9.325, der weitere Unterstützungen bei 8.900 und am langfristigen Aufwärtstrend bei ca. 8.660 folgen. Dagegen trifft eine mögliche Erholung zunächst an den Marken bei 9.730 und 9.810 Punkten und darüber bei 10.080 sowie 10.208 Punkten auf ersten Widerstand. Darüber liegen weitere Barrieren bei 10.484 und 10.656.

Im Euro Stoxx 50 liegt die erste Unterstützung in der Zone zwischen 3.000 und 2.970 Punkten. Darunter eröffnet sich Abwärtspotenzial bis zur starken Unterstützung bei 2.850. Auf der Oberseite trifft der Index bei 3.027 und schließlich 3.137 Punkten auf erste Widerstände, gefolgt von Barrieren bei 3.200 und 3.238. Weitere Hürden verlaufen zwischen 3.290 und 3.325 Punkten.



Wie reagiert die EZB auf die aktuelle Krisensituation?
Wochenausblick für die KW 3 - Konjunkturstabilisierung in China voraus?
In China dürften die offiziellen BIP-Zahlen für das zurückliegende IV. Quartal 2015 auf eine konjunkturelle Stabilisierung hindeuten und eine Beruhigung an den Aktienmärkten begünstigen. In den USA steht der Einkaufsmanagerindex der Philadelphia Fed an.

In der Eurozone hat die EZB auf ihrer Zinssitzung die Deflationsrisiken fest im Blick und verschärft ihre liquiditätspolitische Verbalerotik. Bei den Konjunkturstimmungsindikatoren „Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende Gewerbe der Euro-Länder“ und ZEW bleibt abzuwarten, inwiefern sich die China-Turbulenzen niederschlagen haben.


Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse, Baader Bank
HALVERS WOCHE
Kapitalmarktjahr 2016: Lieber ein Jahresauftakt mit Schrecken als Schrecken ohne Ende im ganzen Kapitalmarktjahr 2016
Es hat wohl schon freundlichere Jahresauftakte an den Aktienmärkten gegeben. Kein Wunder, es gibt ja auch eine Inflation an Krisen. Der Westen hat Streit mit Väterchen Frost Putin. Die USA haben die Zinswende eingeleitet. Die schwachen Öl- und Metallpreise haben die Kaufkraft der Rohstoffländer dramatisch einbrechen lassen wie die Stimmung beim unerwarteten Besuch der Schwiegermutter am Wochenende. China ist nicht mehr der einzigartige Jungbrunnen für die Weltkonjunktur. Und mittlerweile ist auch Terror eine latente Gefahr.



Europa ist in der schlimmsten Krise seit Kriegsende


























Frau Yellen als Hüterin von Weltkonjunktur und internationalen Finanzmärkten
Ist Europa mehr als ein überdimensionierter Förderverein zur Rettung maroder Länder und Banken?
Zudem erlaubt sich Europa eine handfeste Strukturkrise. Die Werte- und Stabilitätsunion ist außerhalb von geschönten Sonntagsreden ein Auslaufmodell. Das zeigt die unsolidarische Bewältigung der Flüchtlingskrise und Griechenland, das trotz ausbleibender Reformpolitik dennoch üppige Hilfsgelder erhält. Regiert der Egoismus auf Länderebene weiter und werden EU-Bürger durch stinkend reformfaule Politiker perspektivisch nachhaltig desillusioniert, könnte Europa für alles Negative schuldig gemacht und der Drang nach Renationalisierung größer werden. Dabei könnte sich der Austritt der großen Briten aus der EU als Menetekel - Europa-kritische Bewegungen sind auch z.B. in Polen zu beobachten - sozusagen als erster umfallender Dominostein erweisen. Um den Bedeutungsverlust der englischen Küche mag es dann vielleicht nicht schade sein. Aber fatal wäre es, wenn das Vereinigte Königreich, das für Marktwirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit steht, Deutschland mit den staatswirtschaftlichen Gesundbetern der EU im Stich ließe. Siechte Europa dann politisch noch weiter, verlöre es auch an wirtschaftlicher Lebenskraft. An dieser Stelle darf erwähnt werden, dass sich aktuell auch Deutschland nicht mit Reform-Ruhm bekleckert, im Gegenteil. Wie konnte einer früheren kleinen Koalition ein Reform-Quantensprung gelingen, wenn die GroKo den Hintern nicht hoch bekommt?

Vor diesem reform-immobilen Hintergrund müsste die EZB mit der Muffe gepufft sein, wenn sie zins- und liquiditätspolitisch nicht jede neue Schulden-, Banken- oder Konjunkturkrise vorbeugend bekämpft, um die Gefahr einer systemischen Euro-Sklerose zu verhindern. Aktien in Europa profitieren also von dieser Pattex-Funktion der EZB, daneben aber auch von einem niedrigzinsbedingt fallenden Euro und günstigen Ölpreisen. Vor allem konjunktursensitiven Industriewerten kommt diese Entwicklung zugute.

Übrigens, angesichts der im Vergleich verhaltenen und inflationsarmen Weltkonjunktur wird die US-Notenbank eine lammfromme Zinserhöhungspolitik betreiben müssen. Und wenn es national, aber vor allem international hart auf hart kommen sollte, wird Frau Yellen sich als besonders verständnisvolle Hüterin ihrer schutzbefohlenen nationalen und internationalen Schäfchen zeigen und den US-Zinserhöhungszyklus komplett beenden.


China ist in der schnöden Realität angeschlagener Industrieländer angekommen
China steht heute dort, wo die USA 2008 standen
Dass China nicht mehr das frühere wirtschaftliche Wunderkind ist, ist nichts Neues, das weiß man seit fast zwei Jahren. Aber erst durch den kürzlichen Markteinbruch am chinesischen Aktienmarkt wurde diese Einschätzung vielen Anlegern bewusst. Mit Blick auf die gewaltigen Devisenreserven ist China aber immer noch ein stabiles Land. Und dennoch, China steht heute dort, wo die USA am Vorabend der Lehman-Pleite standen. Jetzt stellt sich der KP in Peking eine ganz einfache Frage: Will man die chinesischen Blasen bei Krediten, Schattenbanken und am Finanzmarkt platzen lassen wie damals in Amerika oder präventiv die Kavallerie, die Geldpolitik einsetzten. Natürlich wird Peking im Rahmen seines neuen 5-Jahres-Plans ein Feuerwerk an schulden- und geldpolitischen Stabilitätssünden zur Stützung von Wirtschaft und Aktienmarkt abbrennen. Zur Not kauft Chinas Zentralbank auch noch den letzten Kreditdreck auf, um wirtschaftspolitisches Ungemach und soziale Unruhen zu vermeiden. Damit ist China in der schnöden Realität angeschlagener Industrieländer angekommen, wo man den nachlassenden volkswirtschaftlichen Steherqualitäten auf die Sprünge helfen muss. Auch in China heißt der volkswirtschaftliche Leitspruch mittlerweile: Für jeden kommt einmal die Stunde der Wahrheit und dann heißt es Geld drucken, Geld drucken, Geld drucken.

Die Anrainer- und Exportstaaten sind für diese künstliche Befruchtung sehr dankbar, denn kippt das Land der Mitte, kippen danach die anderen Schwellenländer und dann die westlichen Industrieländer. Ein dagegen wiedererstarkendes China wird sich wie eine wohltuende Streicheleinheit für die geschundenen Aktienseelen weltweit auswirken.


Volatilität hat auch ihre Vorteile
Die krisenbedingt grundsätzlich zunehmende Kursschwankungsbreite schreit nach regelmäßigen Aktienansparplänen für die Altersvorsorge. Im Einkauf liegt der Gewinn: Bei zwischenzeitlich fallenden Kursen erhält man bei gleicher Anlagesumme mehr Aktienanteil. Nicht zuletzt dienen Dividenden 2016 als Ersatzbefriedigung für die Zins-Diät. Ausschüttungsstarke Aktien sind ohnehin ein Risikopuffer gegen Kursverluste.

Bei den zurzeit inflationär aus den Boden schießenden Crash-Propheten, vor allem den Bücher schreibenden, sollten sie Vorsicht walten lassen. Bleiben Sie Ihren Aktienansparplänen treu!


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Redaktion:
Robert Halver,
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Marc Schlömer, Kapitalmarktanalyse, Baader Bank AG

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